Kokos-Ube-Eis – exotischer Sommergenuss mit zwei Rezeptvarianten

BY Magdalena / 10.07.2026

Ein Sommer-Shooting zwischen Gartenstreifzügen und kühlen Indoor-Aufnahmen

Ube Eis Rezept

*enthält Werbung

Nach den letzten Beiträgen voller Gartenbilder hat mich die erste große Hitzewelle Ende Juni mit Temperaturen von fast 40 Grad für dieses Shooting ganz bewusst wieder nach drinnen geführt. Während draußen die Luft flirrte, durfte es im Haus ein wenig ruhiger werden – mit einem sommerlichen Dessert, frischen Blumen und einer Atmosphäre, die genau zu dieser Jahreszeit passt.

Eigentlich hatte ich als Begleitung zum Eisrezept ein modernes Rosengesteck aus meinen eigenen Gartenrosen geplant. Doch manchmal haben die Natur – oder in diesem Fall ihre tierischen Besucher – andere Pläne. Durch die anhaltende Trockenheit kommen nachts immer wieder Rehe in unseren Garten und bedienen sich am Rosenbuffet. Der Höhepunkt: ein Donnerstagmittag gegen zwölf Uhr. Ein Reh liegt ganz entspannt im Schatten mitten im Garten und macht sich anschließend seelenruhig über meine Rosen her – während ich praktisch schon daneben stehe und nur noch zusehen kann.

Was mich das – und auch die Zubereitung des Ube-Eises – gelehrt hat, erzähle ich euch in diesem Beitrag. So viel sei schon verraten: Es kommt oft anders, als man denkt. Und manchmal ist Optik eben nicht alles.

Sommer Blumen aus dem Garten
Blumenstrauß aus dem Garten

Die Rehbesuche haben mich gelehrt, flexibel zu bleiben und den Blick für das zu behalten, was bereits da ist. Denn mein Garten hat im Juni und Juli weit mehr zu bieten als Rosen. Die ersten Annabells stehen inzwischen in voller Blüte, Fingerhut, Frauenmantel, Kornblumen und meine erste selbst gezogene Mohnblume warteten darauf, gepflückt zu werden. Selbst ein paar Zweige Sommerflieder durften mit in die Ferm Living Muschelvase einziehen und dem Arrangement einen kleinen lilafarbenen Akzent verleihen.

Ballhortensien Beet Garten
Blumen aus dem Garten Strauß

Diese ruhigen Momente am frühen Morgen, wenn ich mit der Gartenschere durch die Beete streife, Blumen auswähle und sie später zu einem Strauß arrangiere, sind für mich der eigentliche Grund, warum ich säe, pflanze, gieße und wochenlang geduldig warte. Sie machen den Sommer für mich aus.

Während mein inzwischen zehn Meter langes Annabell-Beet gerade seinen schönsten Moment im Gartenjahr erlebt, kommen wir nun zum Herzstück dieses Shootings: einem exotischen Kokos-Ube-Eis.

Kokos-Ube-Eis – ein Rezept, zwei Wege

Ube begegnet einem momentan überall und gilt für viele schon als der neue Matcha. Ganz ehrlich? Als Getränk hat Matcha bei mir nach wie vor die Nase vorn. In Rezepten hingegen hat mich Ube sofort begeistert. Die intensive violette Farbe, das angenehm milde, leicht vanillige Aroma und die Kombination mit Kokos sind einfach etwas Besonderes.

Für dieses Rezept habe ich Kokosmilch, das helle Mandelmus und die Kokosflakes von Dr. Goerg verwendet. Die feine Kokosnote harmoniert wunderbar mit dem Ube und macht das Eis zu einem echten Sommerdessert.

Eigentlich hatte ich eine marmorierte Variante mit weißen Kokos- und violetten Ube-Swirls geplant. Für das Shooting war das optisch genau das, was ich mir vorgestellt hatte. Geschmacklich hat mich das Eis ebenfalls überzeugt.

Blumenschätze aus dem Garten

Optik ist eben nicht alles

Für das Rezept würde ich heute allerdings einen anderen Weg wählen. Den Swirl würde ich weglassen und das Eis komplett mit Ube einfärben. So verteilt sich der Geschmack gleichmäßiger und die Zubereitung wird deutlich unkomplizierter.

Die größte Herausforderung war nicht die Optik, sondern die Konsistenz. Das Eis war direkt aus dem Gefrierfach sehr fest und taute von außen deutlich schneller an als im Kern. Deshalb würde ich die klassische Variante künftig entweder in einer Eismaschine zubereiten oder – falls keine vorhanden ist – nach dem vollständigen Durchfrieren noch einmal cremig aufmixen.

Das erneute Aufmixen ist der eigentliche Gamechanger. Erst dadurch werden die Eiskristalle aufgebrochen und das Eis erhält seine cremige Konsistenz.

Aus genau diesem kleinen Konsistenz-Struggle sind letztlich zwei unterschiedliche Varianten für dieses Rezept entstanden: eine vegane, besonders unkomplizierte Nice-Cream-Version und eine klassische Joghurt-Sahne-Variante, die ich vollständig einfärben und nach dem Gefrieren noch einmal cremig aufmixen würde.

Kokos Ube Eis
Sommer in der Küche

Kokos-Ube-Eis mit Joghurt & Sahne

Gericht: Dessert
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Zutaten
  

  • – 200 ml Kokosmilch
  • – 200 g Kokoscreme
  • – 150 g griechischer Joghurt 10 % Fett
  • – 200 ml Schlagsahne
  • – 2 EL helles Mandelmus
  • – 45–50 g milder Honig
  • – 1 TL Vanille
  • – 1 Prise Salz
  • – 20 g Ube-Pulver
  • – ¼ TL Johannisbrotkernmehl optional

Zubereitung
 

  1. Johannisbrotkernmehl mit dem Honig verrühren. Kokosmilch, Kokoscreme, Joghurt, Mandelmus, Vanille und Salz unterrühren. Anschließend das Ube-Pulver einrühren. Die Sahne locker aufschlagen und vorsichtig unterheben.
  2. Die Masse entweder in einer Eismaschine gefrieren oder in eine gefriergeeignete Form füllen. Ohne Eismaschine das vollständig gefrorene Eis anschließend noch einmal cremig aufmixen und für etwa 30 Minuten erneut einfrieren.
Kokosprodukte Dr Goerg
Kokos Ube Eis Dr Goerg

Vegane Kokos-Ube-Nice-Cream

Gericht: Dessert
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Zutaten
  

  • – 2 reife Bananen in Scheiben gefroren
  • – 200 g Kokoscreme
  • – 100 ml Kokosmilch
  • – 2 EL helles Mandelmus
  • – 15–20 g Ube-Pulver
  • – 1 TL Vanille
  • – 1 Prise Salz

Zubereitung
 

  1. Alle Zutaten in einem leistungsstarken Mixer zu einer cremigen Masse pürieren. Sofort genießen oder für 30 bis 60 Minuten in das Gefrierfach stellen, damit das Eis etwas fester wird.
Ube Eis
Hortensienbeet Strong Anabell

Mein Fazit

Manchmal entstehen die schönsten Beiträge genau dann, wenn nicht alles nach Plan läuft. Das Reh hat mein Rosengesteck verändert, das Eis hat mich noch einmal neu über die perfekte Konsistenz nachdenken lassen – und am Ende ist daraus ein Beitrag entstanden, der beides zeigt: die schönen Ergebnisse und den Weg dorthin.

Genau das möchte ich euch mit diesem Beitrag zeigen: Man kann vieles planen, vorbereiten und mit viel Herzblut gestalten. Und trotzdem überrascht einen die Natur immer wieder. Manchmal fordert sie Flexibilität, manchmal Geduld und manchmal schenkt sie einem Ideen, auf die man ohne diese kleinen Umwege nie gekommen wäre.

Das gilt für den Garten genauso wie für neue Rezepte. Nicht alles muss beim ersten Versuch perfekt sein. Viel wichtiger ist die Freude daran, Neues auszuprobieren, Erfahrungen zu sammeln und daraus etwas noch Besseres entstehen zu lassen.

Ich wünsche euch viel Freude beim Nachmachen und bin gespannt, für welche der beiden Varianten ihr euch entscheidet. Erzählt mir gerne in den Kommentaren von euren Erfahrungen oder verratet mir, ob Ube für euch ebenfalls das Potenzial hat, zum neuen Sommerliebling zu werden.

Habt es fein,

eure Magdalena

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