BY Magdalena / 22. Okt 2026
Ein herbstliches Wohlfühlgericht mit Kürbis und ein Kürbis-Blüten-Arrangement

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Warum schon Weihnachtsdekoration? Ich bin noch nicht bereit!
Kaum ist der Pumpkin Spice Latte wieder da, taucht gefühlt auch schon die erste Weihnachtsdekoration auf. Ich bin gedanklich allerdings noch mitten im Herbst und möchte die Kürbiszeit in vollen Zügen genießen. Schließlich gibt es gerade so viele schöne Möglichkeiten, Kürbis nicht nur als Dekoration, sondern auch in der Küche einzusetzen. Zum Beispiel dieses samtige Hokkaido-Püree mit knusprig gebratenem Seitan und süß-säuerlich glasierten Zwiebeln. Dazu zeige ich euch, wie ich selbst gezogenen Kürbis als herbstliches Blütenarrangement in Szene setze und Kürbispüree auf Vorrat zubereite.


In diesem Jahr habe ich selbst Muskatkürbisse aus Samen gezogen. Als die Früchte endlich reif waren, hatte ich mich schon auf die Verarbeitung gefreut. Dann habe ich mich noch einmal genauer mit dem Thema selbst gezogene Kürbisse beschäftigt – und mich letztlich dagegen entschieden, meine Ernte zu essen.
Der Grund liegt in den sogenannten Cucurbitacinen. Das sind Bitterstoffe, die in Kürbisgewächsen vorkommen können. Bei Speisekürbissen sind sie normalerweise nicht vorhanden oder nur in unbedenklich geringen Mengen. Durch Rückkreuzungen, etwa mit Zierkürbissen, oder andere Einflüsse können sie jedoch wieder auftreten. Selbst gezogene Kürbisse aus selbst gewonnenen Samen sind deshalb nicht automatisch genauso unbedenklich wie die ursprüngliche Frucht.
Besonders wichtig: Schmeckt ein Kürbis ungewöhnlich bitter, sollte er nicht gegessen werden. Cucurbitacine können gesundheitsschädlich sein und werden durch Kochen nicht zuverlässig zerstört.
Meine selbst gezogenen Muskatkürbisse haben deshalb eine andere Aufgabe bekommen. Statt auf dem Teller sind sie nun Teil meiner herbstlichen Dekoration – und dafür machen sie sich mindestens genauso gut.

Ein Kürbis als herbstliches Blütenarrangement
Für das Blütenarrangement habe ich einen der hellen Muskatkürbisse mit Blumen aus unserem Garten kombiniert. Besonders gefreut habe ich mich über die Rosen, die Anfang Oktober tatsächlich noch einmal eine zweite Blüte gezeigt haben. Zusammen mit den weiteren Gartenblumen entsteht ein Arrangement, das für mich den Herbst wunderbar einfängt: natürliche Farben, unterschiedliche Formen und Blüten, die nicht perfekt arrangiert wirken müssen, um schön zu sein.
Für die Umsetzung habe ich den Kürbis nicht ausgehöhlt oder aufgeschnitten. Stattdessen sitzt der Steckschwamm am Stiel, sodass ich die Blumen direkt darin arrangieren konnte. Das funktioniert besonders gut, wenn der Kürbis als Dekoration erhalten bleiben soll.
Ich mag solche Ideen, bei denen sich natürliche Materialien ganz unkompliziert in die saisonale Dekoration einfügen. Und während der Muskatkürbis nun als Blickfang auf dem Tisch steht, wartet in der Küche bereits ein anderer Kürbis auf seinen Einsatz: der Hokkaido.

Hokkaido-Kürbis auf Vorrat: meine Basis für cremiges Kürbispüree
Wenn ich Kürbis verarbeite, bereite ich am liebsten gleich einen ganzen Hokkaido zu. Dafür halbiere ich ihn, entferne die Kerne und gare die Kürbishälften im Ofen, bis das Fruchtfleisch weich ist. Öl oder weitere Zutaten braucht es dafür nicht. Anschließend lässt sich das Fruchtfleisch ganz einfach mit einer Gabel zerdrücken.
Das fertige Kürbispüree verwende ich direkt weiter oder friere es portionsweise ein. So habe ich auch dann etwas zur Hand, wenn ich spontan ein Kürbisgericht kochen oder einen Kuchen backen möchte. Denn Kürbispüree ist nicht nur eine wunderbare Grundlage für herzhafte Gerichte, sondern eignet sich ebenso für Kuchen, Muffins, Pancakes oder Baked Oats.
Gerade wenn ein ganzer Kürbis mehr Püree ergibt, als ihr für ein Gericht benötigt, lohnt sich das Einfrieren. Statt den Kürbis später erneut garen zu müssen, könnt ihr einfach die passende Menge auftauen und weiterverarbeiten.
Für dieses herzhafte Herbstgericht habe ich das Püree mit Kokosmilch und etwas braunem Mandelmus verfeinert. Das macht es wunderbar cremig und gibt ihm eine feine, nussige Note, ohne den Eigengeschmack des Kürbisses zu überdecken.

Zu dem samtigen Püree gibt es gebratene Seitanstücke von Alberts, die in der Pfanne schöne Röstaromen entwickeln. Dazu kommen Zwiebeln, die ich nach dem Anbraten mit Kokos-Balsamico und etwas Ahornsirup ablösche. So entsteht eine leicht süß-säuerliche Glasur, die einen schönen Kontrast zum milden Kürbispüree bildet.
Zum Anbraten verwende ich das flüssige Bio-Kokosöl von Dr. Goerg. Mit dem neutralen Kokosöl der Marke koche ich schon länger. Die flüssige Variante finde ich besonders praktisch, weil sich das Öl direkt aus der Flasche dosieren lässt und ich nicht erst festes Kokosöl mit einem Löffel abnehmen muss.
Zum Schluss kommen Granatapfelkerne und frische Microgreens auf den Teller. Sie bringen Frische, einen kleinen fruchtigen Akzent und einen schönen Farbkontrast in das warme Orange des Kürbisses.
Das Ergebnis ist ein unkompliziertes Herbstgericht, das sich auch unter der Woche gut zubereiten lässt. Wenn das Kürbispüree bereits vorbereitet ist, braucht ihr nur noch den Seitan und die Zwiebeln anzubraten und alles zusammen anzurichten.

Herbstliches Kürbispüree mit knusprigem Seitan und glasierten Zwiebeln
Zutaten
Zubereitung
- Für das Kürbispüree den Kürbis vorbereiten und die Stücke auf einem Blech je nach Größe 20 bis 30 Minuten bei 190 Grad backen.
- Die weichen Stücke können dann mit einer Gabel zerdrückt oder in einem Mixer püriert werden
- Gebt das vorbereitete Hokkaido-Püree in einen kleinen Topf und erwärmt es bei mittlerer Hitze. Rührt die Kokosmilch und das braune Mandelmus unter, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Mit Salz, Pfeffer und etwas frisch geriebener Muskatnuss abschmecken. Falls das Püree zu fest ist, ergänzt ihr etwas Kokosmilch.
- Seitan knusprig anbraten
- Schält die Zwiebel und schneidet sie in feine Streifen. Erhitzt das flüssige Kokosöl in einer Pfanne und bratet die Seitanstücke rundherum goldbraun an. Nehmt sie bei Bedarf kurz aus der Pfanne, damit ihr anschließend die Zwiebeln darin anbraten könnt.
- Zwiebeln glasieren
- Gebt die Zwiebelstreifen in die Pfanne und bratet sie an, bis sie weich werden und leicht Farbe annehmen. Löscht sie mit dem Kokos-Balsamico ab und rührt den Ahornsirup unter. Lasst die Flüssigkeit kurz einkochen, bis die Zwiebeln glänzen und von einer feinen Glasur überzogen sind. Würzt alles mit Salz und Pfeffer und gebt den Seitan zurück in die Pfanne, damit er sich mit den Aromen verbindet.
- Anrichten
- Verteilt das warme Kürbispüree auf zwei Teller und gebt den gebratenen Seitan mit den glasierten Zwiebeln darauf. Garniert das Gericht mit Granatapfelkernen und Microgreens und serviert es direkt.
Mein Tipp: Kürbispüree gleich auf Vorrat zubereiten
Wenn ihr ohnehin einen ganzen Hokkaido im Ofen gart, bereitet ruhig etwas mehr Püree zu. Lasst die übrige Menge abkühlen, füllt sie portionsweise in geeignete Gefrierbehälter und friert sie ein. So habt ihr eine praktische Grundlage für weitere herzhafte Kürbisgerichte und süße Backideen.


Kürbis ist für mich – ähnlich wie Spargel im Frühjahr – ein ganz besonderes saisonales Produkt. Er markiert für mich ganz klar den Beginn der Herbst- und Winterzeit. Ich liebe es, wenn sich die Jahreszeiten nicht nur draußen in der Natur verändern, sondern auch auf unseren Tellern widerspiegeln.
Ich freue mich jedes Jahr auf den ersten Spargel und genauso auf die ersten Kürbisse im Herbst. Es ist dieses Wiederentdecken, auf das ich mich so freue: nach Monaten endlich wieder ein bestimmtes Gemüse auf dem Markt zu finden, neue Rezepte damit auszuprobieren und die kurze Saison bewusst zu genießen.
Für mich liegt genau darin der besondere Reiz saisonaler Produkte. Sie sind eben nicht das ganze Jahr über selbstverständlich verfügbar. Wenn die Zeit für Spargel vorbei ist, freue ich mich auf das, was der Sommer bereithält. Und wenn die Tage kürzer werden, beginnt für mich mit Kürbis, warmen Gerichten und den ersten gemütlichen Abenden eine neue kulinarische Jahreszeit.
Deshalb möchte ich die Kürbiszeit jetzt in vollen Zügen genießen – beim Kochen, beim Backen und auch beim Dekorieren. Die Weihnachtszeit kommt früh genug. Bis dahin darf es bei mir noch ein bisschen herbstlich bleiben.
Habt es fein,
eure Magdalena

