Vom Saisonstart zur Ernte: Mein erster Tomatensommer mit dem Gewächshaus Florentina

BY Magdalena / 06.08.2026

Zeit für ein ehrliches Fazit, viele Gartenerkenntnisse und ein sommerliches Rezept

Tomaten Biohort Florentina Ernte

*enthält Werbung

Genau am ersten Mai habe ich die Tomaten in mein Gewächshaus Florentina von Biohort gepflanzt. Ehrlich gesagt war ich damals ziemlich gespannt, wie sich die Tomaten und das Gewächshaus über den Sommer schlagen würden. Würden die Pflanzen nicht viel zu schnell bis unter das Dach wachsen? Würden sie vor lauter Blättern überhaupt Früchte ansetzen? Und würde der Platz am Ende wirklich ausreichen?
Heute, knapp drei Monate später, sitze ich mit einem Korb voller eigener Tomaten in der Küche, bereite daraus dieses sommerliche Carpaccio zu und kann sagen: Ich habe in diesem ersten Tomatensommer unglaublich viel gelernt. Über Tomaten, über das Gärtnern – und auch darüber, dass manche Sorgen am Ende völlig unbegründet sind.

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Was ich in meinem ersten Tomatensommer gelernt habe

Meine größte Sorge war tatsächlich, dass die Tomaten im geschützten Gewächshaus nur ins Grün wachsen würden. Kräftige Pflanzen sind zwar schön, aber am Ende wünscht man sich natürlich vor allem eines: viele aromatische Früchte.
Und ja – riesig geworden sind sie tatsächlich. Viel größer, als ich erwartet hatte. Schon früh war klar, dass ich sie unmöglich alle eintriebig führen konnte. Ich habe zusätzliche Triebe stehen lassen und später sogar die Spitzen gekappt, weil sie längst das Dach erreicht hatten. Trotzdem sind sie nicht einfach nur ins Grün gegangen. Ganz im Gegenteil: Sie haben unermüdlich geblüht, immer neue Früchte angesetzt und sich zu den kräftigsten Tomatenpflanzen entwickelt, die ich bisher im Garten hatte.

Meine wichtigsten Erkenntnisse aus dem ersten Gewächshaus Tomatensommer:

  • Tomaten wachsen im Gewächshaus deutlich kräftiger als ich erwartet hatte. Ich musste sie zweitriebig statt eintriebig führen und die Triebspitzen schon im Hochsommer kappen. Trotzdem blieb das Wachstum ausgewogen und die Pflanzen setzten unermüdlich neue Blüten und Früchte an.
  • Basilikum liebt das Gewächshaus mindestens genauso sehr wie Tomaten. Noch nie zuvor war mein Basilikum so groß und kräftig. Zum ersten Mal kann ich fast wöchentlich frisches Pesto zubereiten.
  • Auch Tomaten mögen keine Extreme. Sie lieben Wärme und Sonne, doch bei anhaltenden Temperaturen über etwa 32 °C kann die Bestäubung der Blüten gestört werden. Die Folge: Einige Blüten fallen ab, ohne Früchte zu bilden. Außerdem reifen Tomaten bei großer Hitze oft langsamer aus und bleiben länger grün.
  • Das Gewächshaus hat mich positiv überrascht. Trotz mehrerer Hitzewellen musste ich deutlich seltener gießen als erwartet. Der Boden blieb erstaunlich lange feucht und die Pflanzen kamen selbst an heißen Tagen sehr gut zurecht.
  • Ein Gewächshaus verlängert die Gartensaison. Mit der Tomatenernte endet das Gartenjahr für Florentina noch lange nicht. Im Herbst möchte ich hier Salate, Rucola und Spinat anbauen und weiter lernen, wie sich die Saison auch in den Winter hinein verlängern lässt.
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Der heimliche Gewinner: Basilikum

So begeistert ich von den Tomaten bin, gibt es tatsächlich noch einen zweiten Gewinner dieses Sommers: Basilikum.
Noch nie zuvor – weder im Garten noch früher auf dem Balkon – sind meine Pflanzen so groß und kräftig geworden. Inzwischen kann ich fast jede Woche eine Schüssel frisches Pesto zubereiten.
Und ich muss ehrlich zugeben: Ich war eigentlich nie der größte Pesto-Fan. Die meisten gekauften Varianten waren mir oft zu schwer oder zu intensiv. Seit ich mein eigenes Pesto ganz schlicht aus frischem Basilikum, gutem Olivenöl, Knoblauch, Salz, Pfeffer und etwas Zitronenabrieb zubereite, hat sich das komplett geändert. Es passt längst nicht mehr nur zu Pasta, sondern auch auf ein Frischkäsebrot, in Salate oder – wie in diesem Rezept – als aromatische Grundlage für ein sommerliches Tomaten-Carpaccio.

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Tomaten-Carpaccio mit Cashew-Crumble

Es gibt Rezepte, bei denen braucht es gar nicht viele Zutaten. Gerade jetzt, wenn die Tomaten ihren vollen Geschmack entfalten, dürfen sie ganz klar im Mittelpunkt stehen. Dieses Carpaccio ist deshalb bewusst schlicht gehalten. Dünn geschnittene, aromatische Fleischtomaten treffen auf ein knuspriges Cashew-Crumble, frisches Basilikumpesto und eine fein abgestimmte Vinaigrette. Eine schöne Alternative zum klassischen Tomate-Mozzarella und genau das Richtige für warme Sommertage.


Noch ein Wort zu den Zutaten

Die besten Sommerrezepte brauchen oft gar nicht viel, aber gute Zutaten. Die Tomaten und das Basilikum kommen direkt aus dem eigenen Garten. Cashewkerne wachsen in unseren Breiten natürlich nicht, deshalb freue ich mich umso mehr, mit goodmoodfood einen Partner gefunden zu haben, bei dem ich hochwertige Bio-Produkte in hervorragender Qualität bekomme.
Für dieses Rezept habe ich außerdem die Coconut Aminos Vinaigrette von goodmoodfood verwendet. Sie bringt eine angenehm milde Würze mit einer feinen Süße und frischen Säure mit und passt dadurch hervorragend zu aromatischen Sommertomaten. Zusammen mit dem frischen Basilikum entsteht eine wunderbar ausgewogene Kombination.

Tomaten Ernte 2026
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Tomaten Carpaccio Crumble

Tomaten-Carpaccio mit Cashew-Crumble

Portionen: 4
Gericht: Hauptgerichte, Snack, Vorspeise
Küche: Vegan
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Zutaten
  

Für das Carpaccio
  • 4 große aromatische Fleischtomaten
  • 3 EL hochwertiges Olivenöl
  • 2 EL Coconut Aminos Vinaigrette
  • frisches Basilikumpesto
  • Meersalz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • frische Basilikumblätter
Für das Cashew-Crumble
  • 80 g Cashewkerne
  • 30 g Hafermehl
  • 20 g Mandelmehl
  • 1 EL Chiasamen
  • 2 EL geschmacksneutrales Kokosöl
  • ½ TL Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • optional etwas Knoblauchpulver und geräuchertes Paprikapulver oder Italienische Kräuter

Zubereitung
 

  1. Den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Für das Crumble die Cashewkerne grob hacken und mit Hafermehl, Mandelmehl, Chiasamen, den Gewürzen und dem geschmolzenen Kokosöl vermengen. Locker auf einem Backblech verteilen und etwa 12–15 Minuten goldbraun backen. Anschließend vollständig auskühlen lassen.
  3. Die Tomaten in feine Scheiben schneiden.
  4. Zuerst etwas hochwertiges Olivenöl, anschließend die Coconut Aminos Vinaigrette darübergeben. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen.
  5. Die Tomatenscheiben darüber legen.
  6. Das Cashew-Crumble darüberstreuen
  7. Zum Schluss einige Kleckse Basilikumpesto auf den Tomaten verteilen und mit frischen Basilikumblättern servieren.
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Mein zweites Lieblingsprojekt dieser Gartensaison

Fast genauso viel Freude wie das Gewächshaus hat mir in diesem Jahr mein neues Schnittblumenbeet gemacht. Ganz ehrlich? Ich hätte nicht gedacht, wie glücklich es mich macht, einfach kurz in den Garten zu gehen und mir einen frischen Strauß für die Vase zu schneiden. In den letzten Wochen standen fast durchgehend Blumen aus dem eigenen Garten auf unserem Esstisch. Mal ganz schlicht, mal üppig, aber immer mit dem Gefühl, dass sich die Arbeit vom Frühjahr gelohnt hat.

Rückblickend war das Schnittblumenbeet neben dem Gewächshaus wahrscheinlich die zweite richtig gute Entscheidung dieser Gartensaison. Und natürlich habe ich auch hier wieder einiges gelernt.

Schnittblumenbeet Ernte

Meine Erfahrungen mit den einzelnen Blumen:

  • Cosmeen Ich würde sie nicht noch einmal drinnen vorziehen. Die meisten Pflanzen waren sehr empfindlich und sind mir schon vor dem Auspflanzen eingegangen. Direkt ins Beet gesät haben sie sich dagegen hervorragend entwickelt.
  • Weiße Kornblumen Wunderschön in der Vase und unglaublich romantisch. Im Beet sollte man ihnen allerdings etwas Platz geben – sie säen sich gerne aus und können schnell sehr üppig werden.
  • Mohn Unglaublich edel und zart, für die Vase eignet er sich allerdings nur bedingt, da die Blüten leider nur sehr kurz halten.
  • Dahlien Diese Saison habe ich zum ersten Mal mehrere wirklich ernsthaft angebaut. Und was soll ich sagen – ich habe Blut geleckt. Dieses Jahr wachsen einige im Beet und einige in Töpfen. Im Beet entwickeln sie sich deutlich kräftiger, deshalb werden im nächsten Jahr auf jeden Fall noch mehr einziehen.
  • Gladiolen Auf ihre Blüte warte ich aktuell noch. Ich bin gespannt, wie sie sich in den nächsten Wochen entwickeln.
  • Zinnien Der klare Gewinner meines ersten Schnittblumenjahres. Sie sind unkompliziert, wachsen zuverlässig und gerade, blühen unermüdlich und halten erstaunlich lange in der Vase. Besonders die großen, gefüllten Sorten erinnern mich an Dahlien – nur ohne deren kleine Diva-Allüren.
Garten Juli 2026
Tomaten Carpaccio

Und nach der Tomatenernte?

Mit der Tomatenernte endet die Saison in Florentina für mich noch lange nicht. Im Gegenteil: Eigentlich beginnt jetzt der Teil, auf den ich mich fast genauso freue. Das Gewächshaus Florentina war und ist für mich vor allem ein großes Learning für ein zukünftiges, begehbares Gewächshaus. Ich möchte nicht nur im Sommer Gemüse anbauen, sondern die Gartensaison bewusst verlängern und auch im Herbst und Winter ernten.

Nachdem Salat, Rucola und Spinat im Hochsommer bei Hitze und Trockenheit kaum eine Chance hatten, möchte ich genau das nun im geschützten Gewächshaus ausprobieren. Ich bin gespannt, wie sich die zweite Saisonhälfte entwickelt und welche Erfahrungen ich dabei sammeln werde. Denn genau das ist für mich das Schönste am Gärtnern: Jedes Jahr lernt man etwas Neues. Nicht alles funktioniert auf Anhieb, manches überrascht einen völlig und vieles würde ich beim nächsten Mal schon wieder ein wenig anders machen. Aber genau darin liegt für mich der Reiz.


Ich freue mich schon jetzt darauf, Florentina auch im Herbst und Winter weiter mit Leben zu füllen und euch auf diesem Weg mitzunehmen.

Habt es fein,

eure Magdalena

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