BY Magdalena / 23.01.2026
Ein klassischer Suppenliebling neu gedacht: würzig, sättigend, vegan und perfekt für kalte Januartage

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Der Januar ist die Zeit für Wärme, für einfache Gerichte mit Tiefe – für Essen, das satt macht und gleichzeitig gut tut. Genau darum geht es in diesem Beitrag: um eine vegane Hackfleisch Suppe, die vertraut schmeckt und dennoch neu gedacht ist. Cremig, würzig und perfekt für kalte Tage, an denen ihr euch nach Gemütlichkeit, Ruhe und einem dampfenden Teller Soulfood sehnt. Ein Rezept für den Veganuary, das zeigt, wie unkompliziert, hochwertig und wohltuend pflanzliche Küche sein kann.


Hackfleisch ist für mich eines der Lebensmittel, die sich überraschend gut vegan übersetzen lassen. Während ein Filetsteak – ganz ehrlich – eine größere Herausforderung bleibt, kommt es bei Hackfleisch vor allem auf zwei Dinge an: Würzung und Konsistenz. Genau hier zeigt pflanzliche Küche, wie überzeugend sie sein kann.
In diesem Beitrag aus meiner Veganuary-Serie cosy Soulfood für den Januar widmen wir uns einer Suppe, die viele von euch aus der Kindheit kennen – und verwandeln sie in eine moderne, vegane Version, die wärmt, satt macht und richtig gut tut.

Warum veganes Hackfleisch so gut funktioniert
Hackfleisch lebt nicht vom Eigengeschmack des Fleisches, sondern von dem, was wir daraus machen: Röstaromen, Gewürze, Textur. Deshalb ist es eines der dankbarsten Gerichte für eine pflanzliche Variante. Am liebsten arbeite ich hier mit Räuchertofu – möglichst pur, unverarbeitet und von guter Qualität. Unser Favorit ist ganz klar der Räuchertofu von Alberts pur vegan. Er bringt bereits eine angenehme Würze mit und hat eine Konsistenz, die man – wie Herr Fein es neulich so treffend formuliert hat – im Gegensatz zu vielen anderen Tofus sogar kalt und pur essen könnte. Mit der Gabel fein zerdrückt entsteht daraus eine perfekte Basis für veganes Hackfleisch.
Alternativ – und von der Konsistenz fast noch näher am Original – gibt es inzwischen auch Lupinen-Hack von Alberts, das sich wunderbar anrösten lässt und besonders saftig bleibt.

Ein Klassiker aus der Kindheit – neu interpretiert
Kennt ihr diese Lauch-Käse-Sahne-Hackfleisch-Suppe?
Viel Lauch, angebratenes Hackfleisch, Sahne, oft noch Schmelzkäse – ein echtes Party- und Familienessen aus den 80er- und 90er-Jahren. Meine Eltern haben diese Suppe früher oft gekocht, und sie steht für eine bestimmte Zeit: deftig, unkompliziert und sehr sättigend. Genau dieses Gefühl nehmen wir als Vorlage – machen die Suppe aber frischer, zeitgemäßer und natürlich vegan. Statt Sahne und Schmelzkäse setzen wir auf Kokosmilch, statt klassischer Würzung bekommt sie einen sanften asiatischen Touch mit Ingwer, Kaffirlimettenblättern und feinen Gewürzen.


Diese Suppe ist keine Vorspeise – sie ist eine vollwertige Mahlzeit. Wärmend, cremig und nahrhaft, ohne schwer zu sein.
Was sie so besonders macht:
- pflanzliches Protein aus Räuchertofu oder Lupinen-Hack
- viel Lauch für Frische und leichte Süße
- Ingwer für wohltuende Wärme
- Kokosmilch für Cremigkeit
- aromatische Gewürze für Tiefe
- hochwertige, möglichst unverarbeitete Zutaten
Perfekt für graue Januartage, an denen ihr etwas Herzhaftes braucht, das euch von innen wärmt.

Vegane Hackfleisch Suppe mit Lauch & Kokos
Zutaten
Zubereitung
- Den Tofu mit einer Gabel fein zerdrücken.
- In einer Pfanne mit etwas Öl goldbraun und leicht knusprig anrösten. Mit Paprikapulver und Pfeffer würzen und beiseitestellen. So bleibt er bissfest und behält seine Röstaromen.
- Lauch in feine Ringe schneiden, Zwiebel, Karotte und Knoblauch fein hacken, Ingwer reiben.
- Öl in einem großen Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch glasig dünsten, Ingwer kurz mit anschwitzen.
- Lauch dazugeben, mit Kreuzkümmel würzen und einige Minuten sanft zusammenfallen lassen.
- Mit Gemüsebrühe ablöschen, Kokosmilch hinzufügen und die Kaffirlimettenblätter einlegen.
- Die Suppe 10–15 Minuten leicht köcheln lassen.
- Den gerösteten Tofu unterheben, mit Salz, Pfeffer und etwas Limettensaft abschmecken.
- Kaffirlimettenblätter vor dem Servieren entfernen.
- mit Frühlingszwiebeln oder frischem Koriander
- mit knusprigem Sauerteigbrot
- oder mit geröstetem Sesam als Topping

Diese vegane Hackfleisch Suppe steht für alles, was cosy Soulfood im Januar ausmacht: sie wärmt, sie nährt und sie fühlt sich vertraut an – ohne schwer zu sein. Sie zeigt, dass pflanzliche Küche nicht laut oder kompliziert sein muss, sondern vor allem eines kann: ein gutes Gefühl hinterlassen. Zum Anbraten verwende ich übrigens immer das Kokosfett neutral von Dr Goerg und passend dazu die Kokosmilch.

Nach zwei Food-Beiträgen in Folge wird es beim nächsten Mal wieder ruhiger – zumindest auf dem Teller. Denn neben cosy Food braucht der Januar genauso dringend cosy Inneneinrichtung. Wir widmen uns wieder dem Interior, kleinen Veränderungen, Materialien, Licht und Details, die unser Zuhause durch die dunklen Wintertage tragen. Denn Gemütlichkeit entsteht nicht nur in der Küche – sondern überall dort, wo wir bewusst ankommen.
Habt es fein,
eure Magdalena
